Innsbruck – Es ist ein Preis, der gelebte Integration vor den Vorhang holen soll. Seit mittlerweile zwölf Jahren werden beim Integrationspreis Unternehmen ausgezeichnet, die in ihren Betrieben Menschen mit Beeinträchtigung einstellen.

Jetzt gehen die Organisatoren neue Wege. „Gekoppelt mit dem Gedanken der Inklusion soll der Preis weiterentwickelt werden”, sagt Karin Klocker, Leiterin des Soziaiministeriumservice Tirol. Nicht mehr- wie bisher­ nur zwei Sieger pro Jahr werden künftig geehrt, sondern alle Tiroler Arbeitgeber, die bestimmte Kriterien der Integration erfüllen, werden ausgezeichnet. “Dadurch soll das Konzept der Inklusion bei den Arbeitgebern sichtbarer und weiter verankert werden.” Die Auszeichnung “Wir sind inklusiv” wird jährlich verliehen und ist für drei Jahre gültig. “Dadurch werden Arbeitgeber dazu angehalten, sich in gewissen zeitlichen Abständen wieder einer Jury zu stellen und sich bewerten zu lassen”, erklärt Klocker, Dass die Beschäftigung von Menschen mit Beeinträchtigung für Unternehmen mit vielen Vorteilen verbunden ist, steht für Klocker außer Frage. In vielen Fällen würden Menschen mit einer Beeinträchtigung zu einer Entschleunigung führen, die allen Mitarbeitern und somit auch dem Betrieb sehr guttue. Dass Unternehmenschefs zunächst Bedenken haben, Menschen mit Beeinträchtigung zu beschäftigen, sei laut der Leiterin des Tiroler Sozialministeriumservice legitim: “Das soll sogar so sein. Betriebe müssen sich überlegen, wie sie mit dieser Situation umgehen werden. Wenn der Entschluss gefasst ist, gibt es von unserer Seite viele Möglichkeiten, helfend unter die Arme zu greifen-egal, ob es sich um eine technische Adaptierung oder sonstige Unterstützungen handelt.” Nähere Informationen sowie den Fragebogen zur Teilnahme finden Interessierte auf der Internetseite www.sozialministeriumservice.at/site/Neuigkeiten/Wir_sind_inklusiv. (kaz)

 

Dieser Artikel erschien am 18.Jänner 2015 in der Tiroler Tageszeitung.